In Vorbereitung, während und auch nach den bergbaulichen Tätigkeiten werden umweltrelevante Fragen untersucht und konkrete Lösungsvorschläge für die Realisierung entwickelt. Unser Ziel ist es, negative Einflüsse auf Natur und Umwelt zu minimieren und Kompensationsmaßnahmen frühzeitig zu erarbeiten.

Maßnahmen sind dabei:

  • Oberflächen- und Grundwassermonitoring
  • Aufbereitung von Gruben-, Prozess-, Grau-, und Schwarzwasser
  • Verwertung aller nutzbaren Bodenschätze (Begleitminerale)
  • Kurze Transportwege
  • Minimierung von Staub- und Lärmemissionen sowie des übertägigen Platzbedarfs (Aufbereitung erfolgt unter Tage)
  • Schaffung von Ausgleichsflächen im Zuge der Waldumwandlung

Nach Beendigung der Rohstoffförderung erfolgt in Abstimmung mit dem Sächsischen Oberbergamt die Durchführung des Abschlussbetriebsplanes:

  • Abbau aller Anlagen (unter und über Tage)
  • Einstellung der Grubenwasserhaltung
  • Verwahrung der Zugänge zum Grubengebäude entsprechend der geplanten Nachnutzung
  • Schrittweise Umgestaltung und Renaturierung der Abraumhalde, idealerweise kompletter Rückbau der Halde
  • Weiterführung des Monitoring-Programms, insbesondere für die Schutzgüter Wasser und Luft, bis zur Entlassung aus der Bergaufsicht

Sicherheit

Sicherheit ist unser oberstes Gebot. Der Bergbau bringt einige Besonderheiten und auch Gefahren mit sich. Daher ist es besonders wichtig entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um insbesondere die Sicherheit für unsere Beschäftigten sowie der Anwohnerinnen und Anwohner gewährleisten zu können. Grundlage für die Gewährleistung der Arbeitssicherheit im Bergbau sind diverse Gesetze und Verordnungen (bspw. BBergG, ABBergV, KlimaBergV, GesBergV, StrlSchG, StrlSchV). Zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben arbeiten wir eng mit Fachleuten unter anderem auf den Gebieten Strahlenschutz und Grubenrettung zusammen.

Radon

Was ist Radon?

Radon ist ein natürliches, geruch- und farbloses Edelgas. Es ist ca. siebenmal schwerer als Luft (1,3 g/l) und damit das schwerste Gas (9,73 g/l). Radon entsteht beim radioaktiven Zerfall von natürlich vorkommendem Uran in Böden und Gesteinen. Alle Isotope des Radons sind instabil, das häufigste Isotop ²²²Rn hat eine Halbwertszeit von 3,8 Tagen.

Wo kommt Radon vor?

Radon kommt in unterschiedlichen Konzentrationen überall in unserer Umwelt vor. Im Boden kann sich das Gas in Bodenporen und Rissen in der Bodenluft weiterbewegen. Da Radon wasserlöslich ist, kann es auch im Grund- und Oberflächenwasser vorkommen.

Wie gefährlich ist Radon?

Radon kann die Atemwege schädigen, wenn man über einen längeren Zeitraum einer zu hohen Konzentration ausgesetzt ist. Beim Zerfall des Radons in der Lunge entstehen Stoffe, die Schäden am Lungengewebe verursachen können. Im Freien verteilt und verdünnt sich Radon sehr schnell. In Innenräumen ohne ausreichende Belüftung kann es sich sammeln und eine Gefahr darstellen.

Radon im Bergbau

Zur Radonüberwachung erfolgen regelmäßige Kontrollmessungen. Wir planen die Radonkonzentration am Arbeitsplatz durch gezielte Bewetterung und weitere technische Maßnahmen wie z. B. Abdämmung radonbelasteter Grubenbereiche auf ein Minimum zu reduzieren.

Quellen & weiterführende Informationen: